Aktuelles

Laufendes Projekt:
„Pill. Ein Ort am Wasser“

Der Ursprung der Gemeinde Pill liegt wahrscheinlich im Zwickel zwischen Inn und Pillerbach. Diese geografischen Gegebenheiten haben modernen sprachwissenschaftlichen Forschungen zufolge dem Ort auch seinen Namen gegeben: „von Wasser eingegrenztes Land“.
Seit März 2017 beschäftigt sich Alexander Piff (ZEG) im Auftrag der Gemeinde mit der Geschichte von Pill, die in einem Buch zusammengeführt werden soll. Sagenhafte Bergwerksunglücke, Streitereien um das Bestattungsrecht zweier Leichname oder der Tod des bayerischen Obersts Graf Maximilian von Arco beim Kreuzkirchl im Jahr 1809 – blickt man genauer auf die Vergangenheit des Ortes, so offenbaren sich viele kleine, aber spannende Geschichten, die der Leserin/dem Leser voraussichtlich im Dezember dieses Jahres in gedruckter Form zur Verfügung stehen werden.

 


 

Abgeschlossenes Projekt:
Dorfbuch Götzens

Am 16. September 2017 wurde im Gemeindezentrum Götzens das neue Dorf- und Vereinsbuch präsentiert. Mit dabei war ZEG-Mitarbeiter Alexander Piff. Er hat die Geschichte des Dorfes vom 17. bis zum 19. Jahrhundert aufgearbeitet. Überhaupt greift das neue Dorfbuch viele unterschiedliche historische Aspekte auf – von den Hintergründen des besonderen Ortswappens, über die Burg Vellenberg und verdienstvolle Götznerinnen und Götzner, bis hin zu Armut und wirtschaftlicher Not. Natürlich kommen auch das aktuelle Gemeindeleben, die Betriebe im Ort und historische und gegenwärtige Persönlichkeiten in beiden Bänden nicht zu kurz.

Dorf- und Vereinsbuch sind im Gemeindeamt Götzens zum Kombi-Preis von 30 € erhältlich (Dorfbuch alleine kostet 25 €; Vereinsbuch alleine 10 €): Burgstraße 3, 6091 Götzens. Telefon: 05234-32202

Der Beitrag von Alexander Piff als Download (mit freundlicher Genehmigung der Gemeinde Götzens).

 


 

Neues Forschungsprojekt:
„Vigiljoch. Die Geschichte des Marlinger Berges“ (Arbeitstitel)

Foto: Georg Tappeiner

In Zusammenarbeit mit Initiator Dr. Arch. Albert Torggler und diehistoriker.at wird das ZEG an der Aufarbeitung der Geschichte des Vigiljochs in Südtirol mitwirken. Ziel des Projekts ist die Herausgabe einer Publikation zur historischen Entwicklung dieses geschichtsträchtigen Stückes Südtiroler Bergwelt.
Der Fokus der einzelnen von Ellinor Forster (ZEG), Maria Heidegger und Gerhard Siegl (diehistoriker.at) sowie Albert Torggler zu erarbeitenden Beiträge wird auf der Zeit vor dem Seilbahnbau beziehungsweise der Eröffnung dieser Pionieranlage im Jahre 1912 liegen. Die soziale und wirtschaftliche Entwicklung der Region rund um den und am Berg soll dabei auf diesem Weg – mit einem Blick zurück bis in das 18. Jahrhundert – ebenso thematisiert werden, wie die vielen Erzählungen, die sich rund um den „Marlinger Berg“ ranken.
Der Band erscheint voraussichtlich – zu Beginn der Bergsaison – im Frühjahr 2019.

 


 

Ringvorlesung:
Am Ende ein Anfang.
Vom Habsburgerreich in die Erste Republik

Im Sommersemester 2018 veranstalten das Institut für Geschichtswissenschaft und Europäische Ethnologie und das Institut für Zeitgeschichte eine Ringvorlesung anlässlich des Endes der Habsburgermonarchie und des Beginns der Ersten Republik in Österreich vor 100 Jahren. Hochkarätige Expertinnen und Experten aus verschiedenen Teilen Europas werden das Umbruchsjahr 1918 aus verschiedenen Perspektiven beleuchten.
Am 14. März gibt eine hochkarätig besetzte Podiumsdiskussion (Bundespräsident a. D. Heinz Fischer, Historiker Oliver Rathkolb, Monika Sommer-Sieghart vom Haus der Geschichte, und Helmut Wohnout aus dem Bundeskanzleramt bzw. vom Bundespressedienst) den Auftakt.

Wo: Innsbruck; Innrain 53 (Universitäts-Hauptgebäude), 2. Stock, Hörsaal F; (Mittwoch, 14. März 2018: Ursulinensäle, Innrain 5-7)
Wann: mittwochs, ab 17.15 Uhr (Mittwoch, 14. März 2018, ab 18.00 Uhr)

Das Programm als Download.

 


 

Tagung:
Auslaufmodell – Zukunftsmodell?
Wie modern war die Habsburgermonarchie?

Anlässlich des Endes der Habsburgermonarchie vor 100 Jahren widmet sich eine Tagung in der Akademie deutsch-italienischer Studien in Meran der Frage nach dem Wesen dieses oftmals als rückständig dargestellten europäischen Staatengebildes.
Mit Brigitte Mazohl, Pieter M. Judson, Marco Bellabarba, Kurt Scharr, Franz Fillafer, Margret Friedrich, Ulrike Tanzer, Werner Telesko, Arnold Suppan und Johannes Feichtinger wurde ein ganzer Reigen an Kennerinnen und Kennern der österreichischen Geschichte nach Meran eingeladen. Auch das ZEG ist mit Brigitte Mazohl, Kurt Scharr und Margret Friedrich stark vertreten.
Violinist Carlo Feige wird im Rahmen eines Konzerts am Donnerstag, den 31. Mai, ab 19.00 Uhr in die Musik der Neuen Wiener Schule einführen.

Wo: Akademie deutsch-italienischer Studien; Franz-Innerhofer-Straße 1, Meran
Wann: Donnerstag, 31. Mai 2018, ab 16.00 Uhr; Freitag, 1. Juni 2018, ab 9.00 Uhr

Das Programm als Download.

 


 

Neuerscheinung:
Ein Bürger unter Bauern?
Michael Pfurtscheller und das Stubaital 1750-1850

Es waren große Veränderungen und Entwicklungen, die den hundert Jahren zwischen 1750 und 1850 den Namen klingenden Namen „Sattelzeit“ einbrachten. Und diese ereigneten sich – so hat es fast manchmal den Anschein, ausschließlich im Ballhaus und auf den Straßen von Paris, im Wiener Kaffeehaus, auf den Feldern um Leipzig, im Hafen von Boston oder in den Industrieregionen Englands. Und in einem Tiroler Alpental? Auch hier stand man nicht teilnahmslos am Rand einer Geschichte, die sich anderswo abspielte, behauptet ZEG-Mitglied Michael Span, der mit diesem Buch eine leicht überarbeitete Version seiner Dissertation vorlegt. Am Gerüst der Biografie des Metallwarenverlegers, Händlers und Wirtes Michael Pfurtscheller (1776-1854) montiert er die Geschichte einer ländlichen Gesellschaft an der Schwelle zur Moderne.

Michael Span,
Ein Bürger unter Bauern?
Michael Pfurtscheller und das Stubaital 1750-1850,
Wien-Köln-Weimar 2017,
Böhlau, 470 S.

 


 

Neuerscheinung:
Vormärz – Eine Geteilte Geschichte Trentino-Tirols/Una storia condivisa Trentino-Tirolese

Der Vormärz führt in der Tiroler Geschichtsschreibung ein Schattendasein. Zu hell strahlen die „historischen Highlights“ rund um das Jahr 1809 auf der einen Seite, rund um das Revolutionsjahr 1848 auf der anderen. Dabei waren die Jahre zwischen Wiener Kongress und Revolution auch für Tirol prägend und spannend zugleich. Dieser von Francesca Brunet und Florian Huber herausgegebene Sammelband ist aus einer Tagung im Dezember 2014 hervorgegangen, die versucht hat, sich anhand der Vormärzjahre einer neuen Regionalgeschichtsschreibung anzunähern. Die auf Deutsch und Italienisch verfassten Beiträge (mit Zusammenfassung in der jeweils zweiten Sprache) behandeln also theoretische und methodische Probleme der Regionalgeschichte von Grenzregionen im Allgemeinen sowie neue, spannende Zugänge zum Tiroler Vormärz. Die Autorinnen und Autoren: Francesca Brunet, Florian Huber, Stephanie Schlesier, Isabella Consolati, Mauro Nequirito, Marco Bellabarba, Ellinor Forster, Tommaso Mariotti, Margareth Lanzinger, Marcello Bonazza, Michael Span, Mirko Saltori, Marco Meriggi.

Francesca Brunet, Florian Huber (Hg./a cura di),
Vormärz
Eine Geteilte Geschichte Trentino-Tirols/Una storia condivisa Trentino-Tirolese,
Innsbruck 2017,
Wagner, 272 S.

 


 

Neues Forschungsprojekt:
Lesen im Alpental

Schon seit Anfang des Jahres läuft das vom FWF (Fonds zur Förderung wissenschaftlicher Forschung – http://www.fwf.ac.at/) mit 337.780,38 € geförderte Forschungsprojekt „Reading in the Alps – Book ownership in Tyrol 1750-1850“.  Im Rahmen dieses auf drei Jahre angelegten Projekts wird in Zusammenarbeit zwischen dem Institut für Geschichtswissenschaft und Europäische Ethnologie der Universität Innsbruck und dem Austrian Center für Digital Humanities (ACDH) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften dem privaten Buchbesitz und den Lesegewohnheiten im katholisch dominierten Alpenraum auf den Grund gegangen. Als Untersuchungsregion dient dabei das Südtiroler Pustertal.

Und das ZEG hat wesentlichen Anteil daran: So konnte sich Michael Span im Rahmen seiner Tätigkeit für das ZEG unter anderem auch der Tüftelei am letztlich erfolgreichen Projektantrag widmen – ganz im Sinne eines der Hauptziele des ZEG, nämlich der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses und der Erforschung der Geschichte der Region. Zudem fungiert ZEG-Obfrau Brigitte Mazohl als Projektleiterin.

An dieser Stelle wird künftig über Neuigkeiten aus dem Projekt berichtet werden. Einstweilen einmal der Verweis auf die Webseite des Projekts, die auch die Daten einer kleineren Pilotstudie von Michael Span und Peter Andorfer zum privaten Buchbesitz im Stubaital – einen ausführlichen Aufsatz dazu gibt es in Band 80 der Zeitschrift Tiroler Heimat.
Schauen Sie sich an, welche Bücher vor rund 250 Jahren in Tiroler Stuben standen:
https://rita.acdh.oeaw.ac.at

Ein Bericht über das Projekt aus der Tageszeitung Der Standard:
http://derstandard.at/2000058824399/Katholische-Erbauungsliteratur-Fruehe-Bestseller-in-der-Bauernstube


 

Neuerscheinungen:
Die Thun-Hohenstein’schen Universitätsreformen 1849-1860
Konzeption – Umsetzung – Nachwirkungen

Dieser Sammelband ist aus dem von Brigitte Mazohl geleiteten Projekt zur Edition der Korrespondenz von Leo Thun-Hohenstein hervorgegangen ist. Im Zentrum des Bandes stehen die Reformen der österreichischen Universitäten unter Leo Thun. Das Buch widmet sich in 14 Aufsätzen der Planung, Umsetzung und Wahrnehmung der Universitätsreformen. Die Autorinnen und Autoren des Bandes benützen dabei auch Quellen aus der nunmehr vorliegenden digitalen Edition der Korrespondenz von Leo Thun.

Christof Aichner, Brigitte Mazohl (Hg.),
Die Thun-Hohenstein’schen Universitätsreformen 1849-1860
Konzeption – Umsetzung – Nachwirkungen (Veröffentlichungen der Kommission für Neuere Geschichte Österreichs 115),
Wien 2017,
Böhlau, 424 S.

 


 

Am Rande der großen Politik
Italien und der Alpenraum beim Wiener Kongress


Ein weiterer Sammelband, herausgegeben von Brigitte Mazohl, Karin Schneider und Eva Maria Werner, beschäftigt sich mit dem Wiener Kongress. „Am Rande der großen Politik“ befanden sich dabei auch Italien und der Alpenraum auf der Agenda, denn die territoriale Neugestaltung nach den Umwälzungen der Napoleonischen Zeit und die zukünftige Verfasstheit der dort befindlichen Staaten mussten ebenfalls im Rahmen der Kongressverhandlungen gelöst werden. Diese Verhandlungen, ihre Vorgeschichte, ihre Auswirkungen und ihre zeitgenössischen Kontexte stehen im Fokus dieses Bandes, der Schlaglichter auf bisher wenig beachtete Themenfelder rund um den Wiener Kongress wirft.

Brigitte Mazohl, Karin Schneider, Eva Maria Werner (Hg.),
Am Rande der großen Politik
Italien und der Alpenraum beim Wiener Kongress,
Innsbruck 2017,
Innsbruck University Press, 274 S.

 


 

Neuerscheinung:
Arm – krank – „blödsinnig“?
Dörfliche Versorgungsräume im 19. Jahrhundert

Alexander Piff ist seit Anfang März 2017 wissenschaftlicher Mitarbeiter des ZEG. Zum Einstand hat er gleich einmal eine Publikation mitgebracht. In der Zeitschrift Österreich in Geschichte und Literatur (ÖGL 60 (2016), Heft 4) hat er sich mit der Armen-, Alters- und Krankenversorgung im Dorf im 19. Jahrhundert beschäftigt. Dazu hat er das Armenhaus der Tiroler Gemeinde Götzens in den Blick genommen. Seinen detaillierten Beitrag mit dem Titel Arm – krank – „blödsinnig“? Dörfliche Versorgungsräume im 19. Jahrhundert gibt es hier zum Downloaden.