Aktuelles

Neuerscheinung:
Arm – krank – „blödsinnig“?
Dörfliche Versorgungsräume im 19. Jahrhundert

Alexander Piff ist seit Anfang März 2017 wissenschaftlicher Mitarbeiter des ZEG. Zum Einstand hat er gleich einmal eine Publikation mitgebracht. In der Zeitschrift Österreich in Geschichte und Literatur (ÖGL 60 (2016), Heft 4) hat er sich mit der Armen-, Alters- und Krankenversorgung im Dorf im 19. Jahrhundert beschäftigt. Dazu hat er das Armenhaus der Tiroler Gemeinde Götzens in den Blick genommen. Seinen detaillierten Beitrag mit dem Titel Arm – krank – „blödsinnig“? Dörfliche Versorgungsräume im 19. Jahrhundert gibt es hier zum Downloaden.

 


Neuerscheinung/Buchpräsentation:
Das Zillertal.
„so sehr durchkreuzet und vermischt“
Geschichten von 1750–1816

Erst seit 1816 gehört das Zillertal als Ganzes zu Tirol. Ellinor Forster und Bernhard Mertelseder haben anlässlich des diesjährigen Jubiläums Grenzgeschichten aus dem Zillertal gesammelt; aus einer Zeit, als die Grenze zwischen tirolerischen und salzburgischen Territorien zum Teil mitten durch die Dörfer ging. Dass diese Situation für Konflikte sorgte, ist wenig verwunderlich. In diesem Buch werden sie anschaulich und unterhaltsam, und dennoch auf hohem wissenschaftlichen Niveau nachgezeichnet.
Vermittelt und realisiert mit Unterstützung des ZEG (Zentrum für Erinnerungskultur und Geschichtsforschung), herausgegeben vom Planungsverband Zillertal bzw. den Gemeinden des Tales.


Ellinor Forster, Bernhard Mertelseder, Das Zillertal. „so sehr durchkreuzet und vermischt“
Geschichten von 1750–1816.

Das Buch wird am 26. November im Rahmen der feierlichen Eröffnung der Ausstellung „200 Jahre Zillertal bei Österreich“
vorgestellt:

Schloss Fügen, 18.00 Uhr.

Erhältlich ist das Buch über den Planungsverband Zillertal.

 


Neuerscheinung/Buchpräsentation:
Die Festungen im Alttiroler Raum
I forti militari nel Tirolo storico

Die Franzensfeste kennt jeder. Egal ob man per Zug oder auf der Autobahn an ihr vorüberfährt, sie zieht neugierige Blicke auf sich – eine moderne „Burg“. Es ist der wohl bekannteste, beileibe jedoch nicht der einzige Festungsbau im Alttiroler Raum. Auf zwei internationalen Kolloquien des Südtiroler Landesarchivs befassten sich Historikerinnen und Historiker mit Errichtung, Funktion und Nutzung derartiger Bauten in der Region zwischen Vormärz und Gegenwart. Der von Gustav Pfeifer herausgegebene Sammelband behandelt u. a. die Militärstrategien der Habsburgermonarchie im 19. Jahrhundert, die regionalen Folgen des Ersten Weltkrieges, die wirtschaftlichen Auswirkungen von Festungsbauten ebenso wie Bautechnik und Architektur. Die ZEG-Vorstandsmitglieder Brigitte Mazohl, Gunda Barth-Scalmani und Ellinor Forster haben ebenfalls Beiträge beigesteuert.


Gustav Pfeifer (Hg.), Die Festungen im Alttiroler Raum | I forti militari nel Tirolo storico. Akten der Internationalen Franzensfester Kolloquien vom 15. November 2013 und 10. Oktober 2014 […] (Veröffentlichungen des Südtiroler Landesarchivs, Sonderband 3)
Bozen 2016
Edition Raetia, 400 S.

Das Buch wird am 29. November in Bozen vorgestellt:
Ansitz Rottenbuch, A.-Diaz-Straße 8, Bozen-Gries, 17.00 Uhr.

 


 

„Nachts hörten wir Hyänen und Schakale heulen.“
Das Tagebuch eines Südtirolers aus dem Italienisch-Abessinischen Krieg 1935-1936

1935 wurde ein Südtiroler Bauernsohn als Bersagliere nach Abessinien eingeschifft. Er war mitten drin im faschistischen Eroberungskrieg, den Italien entfesselte und mit bis dahin kaum gekannter Brutalität führte, erzählt von Leichenhaufen, heulenden Hyänen und Pastasciutta…
Markus Wurzer hat das Tagebuch dieses jungen Mannes aus der Gegend von Sterzing aufbereitet, kommentiert und kontextualisiert. Das Ergebnis seiner Arbeit ist nun als Band der vom Zentrum für Erinnerungskultur und Geschichtsforschung herausgegebenen Reihe „Erfahren-Erinnern-Bewahren“ erschienen.
Ein seltenes Stück Geschichte, gründlich aufbereitet und mit beeindruckenden Fotografien ergänzt.


Markus Wurzer, „Nachts hörten wir Hyänen und Schakale heulen.“ Das Tagebuch eines Südtirolers aus dem Italienisch-Abessinischen Krieg 1935-1936,
Innsbruck 2016
Universitätsverlag Wagner, 164 S.

 


 

Walther-von-der-Vogelweide-Preis
für
em. Univ.-Prof. Dr. Brigitte Mazohl


Es gibt Grund zum Feiern!
ZEG-Obfrau Brigitte Mazohl wurde von der Stiftung „Walther-von-der-Vogelweide-Preis“ als Preisträgerin 2016 auserkoren. Sie erhält den nur alle drei Jahre vergebenen Hauptpreis als Auszeichnung für ihr Lebenswerk.
Herzliche Gratulation!

Die feierliche Verleihung findet am Freitag, 21. Oktober ab 17.00 Uhr im Bozner Waltherhaus statt.

Einen kurzen Überblick über die beeindruckende Karriere von Brigitte Mazohl und nähere  Infos zum Walther-von-der-Vogelweide-Preis hier und hier.

 


 

Neuerscheinung:
Translating War.
Der Erste Weltkrieg und seine kulturelle Verarbeitung


Am 11. Dezember 2014 widmete sich eine Klassensitzung der philosophisch-historischen Klasse der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW), der übrigens ZEG-Obfrau Brigitte Mazohl als Präsidentin vorsitzt, der kulturellen Verarbeitung des Ersten Weltkrieges. In der nun erschienenen Broschüre finden sich die fünf zu diesem Anlass präsentierten Referate von Michael Rössner, Aage A. Hansen-Löve, Stefan Schmidl, Werner Telesko und Matthias Karmasin, die sich aus jeweils der Perspektive Ihrer Disziplinen – von der Literaturgeschichte über Slawistik, Musikwissenschaft, Kunstgeschichte und Kommunikationswissenschaft – des Themas angenommen haben. Abgerundet wird die Publikation durch einen Kommentar des Amerikanisten Waldemar Zacharasiewicz.
Eine Annäherung an das „unerschöpfliche Forschungsfeld“ Erinnerungskultur, wie es im Vorwort heißt…

Brigitte Mazohl (Hg.),
Translating War. Der Erste Weltkrieg und seine kulturelle Verarbeitung
(Forschung und Gesellschaft 9),
Wien 2016,
Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, 62 S.

 


 

Online-Datenbank
„Tote Tiroler“


Peter Andorfer, langjähriger ZEG-Mitarbeiter und nunmehr am Austrian Center for Digital Humanities (ACDH) der ÖAW, ist in seiner Diplomarbeit der Frage nachgegangen, wie viele Tiroler im Rahmen der Kampfhandlungen des Aufstandes 1809 gefallen sind. Er hat also dort weitergeforscht, wo Hans Kramer 1940 aufgehört hat.
Ein vorläufiges Ergebnis seiner Recherchen ist ein Verzeichnis von 971 „toten Tirolern“, untergliedert nach Namen, Geburtsort, Landgerichtszugehörigkeit, Beruf, Todeszeitpunkt, -ort und -ursache. Und dieses ist nun hier kostenlos und bequem für jede/n zugänglich.
Hinweis: Es handelt sich bei der verlinkten Webseite um ein Stück „work in progress“, die Datenbank befindet sich noch im Aufbau. Fragen, Wünsche, Anregungen und Beschwerden sind erwünscht, so Peter Andorfer.

 


Neuerscheinung
Geschichte Österreichs


Christian Lackner / Brigitte Mazohl / Oliver Rathkolb / Thomas Winkelbauer,
Geschichte Österreichs, hg. v. Thomas Winkelbauer,
Stuttgart 2015
Reclam, 647 S.

 Aus der Beschreibung des Verlages:
»In dieser Geschichte Österreichs schreiben fünf Spezialisten, allesamt Professoren an den Universitäten Wien und Innsbruck, über die großen Epochen und Zäsuren in Österreichs Geschichte.
Am Anfang steht ein Blick in die Zeit der Römer in Österreich und ins Frühmittelalter. Der Aufstieg der Habsburgermonarchie zu einer europäischen Großmacht, die Herrschaft Maximilian I., der Siebenjährige Krieg, der Niedergang des Hauses Habsburg nach dem Ersten Weltkrieg, die kurze demokratische Phase der Ersten Republik, die Jahre des Austrofaschismus und des Nationalsozialismus mit dem »Anschluss« Österreichs an Deutschland, die Entwicklung der Zweiten Republik seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs – all diese historischen Ereignisse und Prozesse werden jeweils mit einem kurzen Epochenüberblick skizziert und anschließend ausführlich analysiert.
Eine so fundierte Geschichte Österreichs hat es lange nicht mehr gegeben.«