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Diese Übersetzung hatte der Intendant
Joseph von Hormayr gemacht und dafür gesorgt, dass sie
in der Zeitung veröffentlicht wurde. Er rechnete damit,
dass der herrische Ton in Napoleons Verfügungen die
Bevölkerung gegen Frankreich und Bayern aufbringen
würde.
Diese gezielte Veröffentlichung stand in
einer Reihe mit anderen Publikationen Hormayrs, die zur
Beeinflussung der Bevölkerung dienten. Wie jeder Krieg
brauchte es auch im Tiroler Aufstand Stimmungsmache,
damit sich keine Kriegsmüdigkeit breit machen konnte. So
hatte Hormayr etwa die Exkommunikationsbulle Pius VII.
vom 10. Juni 1809, die er von einem englischen Agenten
über die Schweiz erhielt, nach seiner Aussage so
schnell und so teuflisch als möglich übersetzt, in
Brixen drucken lassen, damit sie von allen Kanzeln
noch heller ins Land hinein brennen sollte, als die
Blut- und Feuertaufe von Schwaz. (Brief Hormayrs an
Banniza, 12. Juli 1809, zit. nach Voltelini, 171)
Ellinor
Forster
Quellen und Literatur
- Hans von Voltelini, Forschungen und
Beiträge zur Geschichte des Tiroler Aufstandes im Jahre
1809, Gotha 1909.
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