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Die Innsbrucker Zeitung war jeweils das
Organ derjenigen, die im Land das Sagen hatten. Über die
verschiedenen Rubriken „Auszüge der merkwürdigen
Begebenheiten“ aus dem Aus- und Inland, Verordnungen der
Regierung und Ausschreibungen konnte man zweimal
wöchentlich, Montag und Donnerstag, einen Teil der
Bevölkerung erreichen.
Am 10. April 1809 erschien sie zum
letzten Mal unter bayerischer Regierung. Die nächste
Ausgabe vom 21. April 1809 brachte bereits eine
Erzählung des Aufstandes und Aufrufe wie Patente von
österreichischer Seite. Wer die Berichterstattung
steuern konnte, gebot auch über die Informiertheit der
Bevölkerung. Daher hatte sich Joseph von Hormayr die
Innsbrucker Zeitung als sein Organ gewählt, in dem er
die Nachrichten vom österreichischen Kriegsschauplatz
nach Bedarf beschönigen konnte, um die Motivation
hochzuhalten.
Hans von Voltelinis Urteil: Je
unhaltbarer die Lage der Österreicher in Tirol wurde,
desto üppiger flatterten die Lügenbulletins auf, wenn
nicht erzeugt, so doch geflissentlich genährt von
österreichischer Seite und von Hormayr, um das Volk um
so mehr mit Kampfgier zu erfüllen. (Voltelini, 172)
Jedenfalls seien alle Aufrufe,
Nachrichten und Zeitungen, die in Tirol gedruckt wurden,
nach Hormayrs Angabe auf Befehl des Generalkommandos
veröffentlicht und verkauft worden.
Ellinor
Forster
Quellen und Literatur
- Hans von Voltelini, Forschungen und
Beiträge zur Geschichte des Tiroler Aufstandes im Jahre
1809, Gotha 1909.
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