Die Erhebung Tirols von 1809 prägte wie kaum ein anderes Ereignis
die Tiroler Geschichtsschreibung und Erinnerung. Regelmäßige
inszenierte Gedenkfeiern, Denkmäler und Ehrenmedaillen nehmen immer
wieder Bezug auf dieses Ereignis und tragen zur Identitätsbildung
bei.
Seit 2005 laufen
verschiedene Forschungsprojekte, die sich mit der Erinnerungskultur
an 1809 auseinandersetzen. Dabei werden Gedenkfeiern und Symbole,
die sich in der Erinnerungskultur als wirkmächtig erwiesen, ebenso
analysiert wie der Namensgebung jener Straßen nachgegangen, die
beispielsweise nach Andreas Hofer, Josef Speckbacher, Kajetan Sweth
oder Josef Hirn benannt wurden.
Den weiteren historischen
Rahmen spannt die Erforschung des Elitenwandels um 1800 in Tirol. Im
Fokus stehen dabei in erster Linie Verwaltungseliten im städtischen
und ländlichen Bereich, die vor dem Hintergrund der
Zentrum-Peripherie-Forschung untersucht werden.
Diplomarbeiten und
Dissertationen am Institut für Geschichte und Ethnologie
beschäftigen sich mit einer Reihe von weiteren Aspekten der Zeit um
1800 und der Erhebung Tirols.